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Okt/10

29

Anti-Atom Wassertisch-Triumph S21-live Baumfällungen-Plansche Mauerfall-Reloaded Termine

manchmal gestalten sich die Zeitläufte getränkt mit düsterem Sarkasmus: der heutige Sitzungstag [28.10.10] im Bundestag an dem der Atomausstieg nach dem Willen von schwarz-gelb zu Grabe getragen wurde begann mit einer Schweigeminute für den , verstorbenen SPD-Abgeordneten Hermann Scheer – Vorkämpfer für erneuerbare Energien, von manchen auch Solar-Papst genannt: Bundestag beschließt längere Laufzeiten: Atomausstieg unter Protest gekippt – taz.de

obwohl wir diese Info zum Thema nicht rechtzeitig verteilen konnten findet sich noch einiges zu Castor darin: Anti-Atom Berlin

Erfreuliches gab es gestern: Gratulation für unsere FreundInnen vom Berliner Wassertisch, dass sie diesen phantastischen Erfolg gegen den Privatisierungswahn errungen haben. Klar, dass die Unterschriftenzahl am Ende Richtung 300000 ging ist zunächst ein Etappensieg, aber auf jeden Fall Grund zum Feiern: Thomas Rudek teilte heute mit: „Bis morgen abend ab 19.30[29.10.10] zu unserer Feier im Shake-Zelt am Ostbahnhof! Hoch die Tassen! Auf einen erfolgreichen Volksentscheid. Den ersten in Berlin“

Jörn Boewe, Beruf: Reporter: Berlin: Landeswahlleiter warnt vor fehlenden Briefkästen hoffentlich sind da keine Stimmen verloren gegangen…
Waasertisch spielt auch im aktuellen Spiegel eine Rolle, aber auch Schwabenstreiche und Frau Künast: Radikal regieren & Angst 21 Spiegel 25.10.2010
der Kampf gegen Obrigkeitsdenken geht natürlich weiter: schon morgen werden  neue Fakten zu Stuttgart 21 auf den Tisch kommen – mal sehen ob sich „Schlichter“ Heiner Geißler erneut behaupten kann – wer sich einen „casual friday“ leisten kann sollte gelegentlich da rein schauen:
PHOENIX – Stuttgart 21: PHOENIX überträgt auch zweite Verhandlungsrunde LIVE

zum Nebenherinformieren könnte dienen:

PHOENIX – Schlagabtausch bei erstem Schlichtungsgespräch

TP: Stuttgart 21 und die Immobilienlobby erhellende Arbeit!

de.indymedia.org | Ein Opfer des Protests gegen Stuttgart 21

Was ändert sich an der Protestkultur in Deutschland? 25.10.2010 09:05 | Inforadio – Nachrichten für Berlin und Brandenburg

Aus dem Romantik-Kiez in Mitte ist unerfreuliches zu hören: BAUMFÄLLUNGEN in Mitte: Plansche-Park am Nordbahnhof bedroht


die gute Sitte des Sonntagsspaziergangs könnte am letzten Oktobertag 2010 aufleben: 3x Kiez, 3x Spaziergang, 3x Info « Steigende Mieten stoppen!

zum Thema Mietenstopp noch was sehr creatives: Berliner Wohnungsbesichtigungs-Rallye das sich auch nochmal hier im +++ NEWSLETTER NR 57 +++29.10.10+++ INITIATIVKREIS MEDIASPREE VERSENKEN! +++ findet. (Hier wird ein Baumoratorium gefordert – kein Baum-Oratorium)

und dann noch die Neue Online Plattform für soziale Bewegungen (in Nordost Berlin)

im Bürgerverein Gleimviertel gibt es die Bemühung ein Gesprächsforum zum Mauerpark in Gang zu bringen:  Ein zu hoher Preis – Für einen Mauerpark ohne Wenn und Aber

und nun noch ein Hinweis von und zu BIN-Berlin, genau in einer Woche findet dies statt:

Wann: Donnerstag, 04.11.2010, 20 Uhr

Wo:     Freie Schule am Mauerpark, Wolliner Str. 25/26, 13355 Berlin-Wedding

Was:    MAUERFALL RELOADED

Bedingungsloses Grundeinkommen: ein Fall der Mauer in den Köpfen

Wer:    Vortrag von Ralph Boes

und hierzu kann man bereits einen Blick in den Flyer werfen, MAUERFALL RELOADED – Bedingungsloses Grundeinkommen: ein Fall der Mauer in den Köpfen oder den Text hier lesen: Nachrichten aus der BbG: 04.11.2010, 20:00 Uhr, Berlin – der Eintritt ist frei und BIN-Berlin würde sich freuen, wenn möglichst viele diese Veranstaltung besuchen würden.

Und zu guter Letzt bittet uns die AnliegerInitiative Marthashof AIM daran zu erinnern dass sie heute vor zwei Jahren am 29.10.08 diesen offenen Brief http://www.marthashof.org/pub/Offener_Brief_-_AIM.pdf an den Regierenden Bürgermeister von Berlin übersendet hat. Herr Wowereit hat seinerzeit en passant persönlich zugesichert diesen Brief zu beantworten was leider bislang nicht geschehen ist, und im Hinblick darauf, dass seine Zeit im Amt im Sommer wohl abgelaufen sein wird, kaum mehr passieren wird. Beim Wiederlesen dieses Brief wirkte die Passage zum Thema Mauerpark allerdings höchstaktuell:

„Oder schauen Sie in den benachbarten Wedding, wo Herr Wieland (SPD) als Vorsitzender des Hauptausschusses Finanzen aus seinem Herzen keine Mördergrube macht: im Lokal„Mauersegler“ gibt er bei einer Podiumsdiskussion mit Politikern zum Thema “Fertigstellungdes Mauerparks” am 23.06.08 zu verstehen, dass er lange als fix betrachtete politische Entscheidungen wieder aufweichen will. Seinen Beitrag zur Vollendung des Mauerparkssieht er nicht etwa in der Unterstützung eines von den Bürgern angenommenen öffentlichen Parks, sondern in der Werbung für eine Townhouse-Bebauung auf dem Gelände der VivicoGmbH. Auch hier sollen Finanzinteressen vor Bürgerinteressen den Vorrang erhalten“

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2 comments

  • Ephraim Gothe · 30. Oktober 2010 um 12:17

    zum Romantikkiez habe ich Bruck Kimmerle folgendes geantwortet:

    Sehr geehrter Herr Kimmerle,

    Ich habe mich verschiedentlich kundig gemacht und muss Ihnen in einigen Punkten deutlcih wiedersprechen:

    Im Ergebnis der Begehung, an der neben Ihnen und anderen Anwohnern auch der Ausschussvorsitzende Herr Jaath und der Baumexperte des BUND Herr Hönig teilgenommen haben, sollen lediglich 3 Bäume gefällt werden und dies aus guten Gründen.

    Mir ist berichtet worden, dass Sie die Veranstaltung vorzeitig verlassen haben, wohl weil Ihre Ansichten keinerlei Widerhall fanden.

    Das Freiraumbüro ist selbstverständlich nicht freihändig beauftragt worden sondern vergabekonform in einem beschränkten Auswahlverfahren.

    Mir ist von verschiedenen Seiten das Kompliment gemacht worden, dass hier ein sehr auf Dialog und Moderation achtendes Büro tätig ist.

    Diesen Eindruck kann ich aus unserer Bürgerveranstaltung, bei der Sie ja auch waren, nur bestätigen.

    Wir haben am 16.11. Gelegenheit, im öffentlich tagenden Ausschuß für Umwelt und Verkehr das Projekt erneut zu besprechen und hoffe, dass auch Sie dann wieder mit an Bord sind.

    Ich möchte Sie jedoch bitten, so gänzlich einseitige und unausgewogene eMails nicht mehr zu verschicken. Es wird dadurch in einer von mir nicht zu überblickenden öffentlichkeit der Eindruck erweckt, meine Mitarbeiter und ich seien von allen guten Geistern verlassen, das Gegenteil ist der Fall!

    Ich bitte Sie daher aus Fairneßgründen, diese Mail an den gleichen Verteiler zu versenden.

    Mit freundlichen Grüßen,

    Ephraim Gothe

  • Bruck M. Kimmerle · 30. Oktober 2010 um 19:42

    Sehr geehrter Herr Gothe,
    Liebe Freunde des Berliner Baumbestandes,

    die Pläne des beauftragten Landschaftsarchitekturbüros wurden erstmalig auf einem vom Bezirksamt organisierten Bürgerforum am 21.9.2010 einer interessierten Öffentlichkeit vorgestellt. Auf diesem Forum gab es bereits breite Kritik an der Bestandskonformität der Planungen, die von vielen Anwohnern auch im Nachgang als „überzogen“ bezeichnet wurden.

    Die Kritik bezog sich u.a. auf die vom Planer beabsichtigte Verlegung des beliebten Bolzplatzes, auf die Eliminierung der „Plansche“ und auf die avisierten Baumfällungen (das war mein Punkt), wobei der Umfang der Baumfällungen im Unklaren blieb. Auch war zu diesem Zeitpunkt die neue Website des Landschaftsarchitekten noch nicht online, so dass erst nach dem Bürgerforum ein Zugriff auf die Referenzprojekte des Planers ermöglicht wurde. Diese Projekte lassen nach meinem – und nicht nur meinem – Dafürhalten für den „Plansche“-Park nichts Gutes im Sinne der Präferenzen vieler Anwohner erwarten. Darum führen wir jetzt diese dringend notwendige Diskussion.

    Laut Ihres Beitrages erfolgte die Beauftragung in einem „beschränkten Auswahlverfahren“.

    Jedenfalls hatten die Anwohner/innen keine Möglichkeit einer Bewertung aller Wettbewerbsentwürfe. Wir werden vor vollendete Tatsachen gestellt. Das erklärt einige Befürchtungen.

    Für meinen Teil nahm ich an dem Begehungstermin am 26.10.2010 im „Plansche“-Park teil. Einen Tag zuvor telefonierte ich noch mit dem Landschaftsarchitekten, der mit persönlich erklärte, dass nunmehr nur noch 2 kranke Bäume zur Fällung vorgesehen seien. Er bestätigte ausserdem, dass es ein in Berlin-Mitte breit aufgestelltes Anliegen des Grünflächenamtes (in Ihrem Zuständigkeitsbereich, Herr Gothe) sei, gewachsene Baumbestände zu „reduzieren“, um den Pflegeaufwand den subjektiv empfundenen Leistungsgrenzen der Behörde anzupassen. Diese schlimme Befürchtung wurde dann am 26.10.2010 durch einen Mitarbeiter des Grünflächenamtes anlässlich der Begehung vor Zeugen deutlich als Ziel der Maßnahmen ausgesprochen: „Bestandsreduzierung“ (Zitat).

    DAMIT BETRIFFT DIE CAUSA PLANSCHE AUCH ALLE ANDEREN DURCH DIESE POLITIK DER BESTANDSREDUZIERUNG BEDROHTEN PARKS UND GRÜNFLÄCHEN IN MITTE.

    Die Bedrohung ist hierbei auch verschiedenen weiteren Negativfaktoren geschuldet, u.a.:

    – Abholzung von (geschädigten) Straßenbäumen, ohne Ersatzpflanzung

    – Rodung von gewachsenen Hainen auf Baugrundstücken, dadurch unwiederbringliche Einschränkung des Stadtgrünes

    – Dominanz eines sterilen Modernismus in der Parkgestaltung in Mitte, der zwar für das Grünflächenamt pflegeleichter sein mag, aber gewachsene Altbestände eliminiert

    – Belastung der Baumbestände durch Schädlinge, wie z.B. die Miniermotte, die vom Grünflächenamt nicht wirksam bekämpft werden kann

    – Suboptimale Effizienz und Produktivität des Grünflächenamtes, dessen öffentlich Bedienstete nur allzu häufig in Gruppen herumstehen, als ihre knappe Arbeitszeit der eigentlichen Aufgabe zu widmen; vermutlich auch nicht optimale interne Strukturen, die unerschlossene Produktivitätspotenziale brach liegen lassen

    – Negative Umwelteinflüsse durch von der Politik (insbesondere SenStadt) betriebene Ausweitung des MIV und sonstiger Belastungen (Luftschadstoffe); wir denken hier z.B. an die Planungen des auch von Ihnen , Herr Gothe, verteidigten Innenstadtringes durch die Umweltzone (Invalidenstrasse, am Plansche-Park).

    – Klimawandel und Änderung der Vegetation in diesem Zusammenhang (epidemische Ausbreitung nicht heimischer Arten, wie z.B. des Götter- und Essigbaumes)

    All dies in der Gesamtschau betrachtet, lieber Herr Gothe, lässt leider überhaupt keine weiteren Reserven für Fällungen erkennen, wo Fällungen vermieden werden können.

    Vor diesem Hintergund war und ist die von dem Landschaftsplaner im Fall „Plansche“-Park präsentierte (ursprüngliche) Fäll-Planung von mindestens 11 gewachsenen Bäumen, davon einer alten Eiche, vollkommen INAKZEPTABEL. Nur 1 1/2 Bäume sind wirklich krank. Eine grosse Gruppe von ohnehin zu fällenden Bäumen (Baugrundstück Invalidenstrasse) wurde gar nicht in die „Todesliste“ aufgenommen, wie es scheint.

    Die löbliche Tatsache, dass diese Ungeheuerlichkeit wohl auch als solche erkannt wurde und die Fällungen zunächst auf 8, jetzt – nach Ihren Worten – auf 3 Bäume eingeschränkt wurden, sollte nicht über einen entscheidenden und schockierenden Punkt hinweg täuschen: dass es nämlich im Jahr 2010 für einen Landschaftsarchitekten UNDENKBAR sein sollte, in einem Bereich wie dem „Plansche“-Park auch nur im weitesten Sinne eine Fäll-Orgie von 11 PLUS Baäumen ANZUDENKEN.

    Die Frage ist, wie es dazu kommen konnte?
    Warum gibt es überhaupt Spielraum für solche Planungen, seien sie auch nur für die Schublade?

    WIR FORDERN: ERHALTET BERLINS GEWACHSENES GRÜN HIER UND JETZT – PLANUNGEN IM RAHMEN DIESER VORGABE!

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